Wie Social Collaboration richtig funktioniert!

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Fangen wir aber erst einmal damit an, warum es bei vielen nicht funktioniert. Aus 6 Jahren Arbeit im Social Collaboration Umfeld mit Lösungen wie IBM Connections, Jive, Liferay, Yammer, etc. bleiben folgende Erkenntnisse:

  • ein erzwungener Kulturwandel in der Kommunikation und Arbeitsweise funktionierte nicht
  • Gamification ist für den deutschen Markt eines der ungeeignetsten Instrumente, mit dem man Mitarbeiter motiviert
  • eine flächendeckende Einführung als Werkzeug ist zum Scheitern verurteilt – nahezu alle unsere Kunden waren mit der Aufgabe überfordert und Anwender fühlten sich allein gelassen
  • komplizierte, oftmals schlecht durchdachte Insellösungen sind die Regel – durchgängige Tools nahezu nicht vorhanden
  • vergewaltigte Lösungen wie Sharepoint und Liferay mit dem Stempel Social Collaboration führten in die Sackgasse

Wir mussten in den letzten Jahren als Dienstleister die bittere Pille schlucken, das der auch von uns ursprünglich favorisierte, globale Ansatz nicht funktioniert hat.

Interessant sind die Erkenntnisse der erfolgreichen Projekte unserer Kunden, die nachfolgende Dinge auszeichnet:

  • Es wurde ein bestimmter Prozess oder ein konkretes  Thema / Problem als erste Herausforderung zur Lösung genutzt.
  • Der Rollout einer Lösung erfolgte mit einem kleinen Pilotkreis von 50-100 Mitarbeitern.
  • Dem Projektteam wurden ausreichend Ressourcen zur Anleitung und Einarbeitung der betreffenden Mitarbeiter gegeben.
  • Aus den gewonnenen Erfahrungen wurden weitere Themenfelder adressiert.

Wesentlich für den Erfolg der Lösungen war der Aspekt, das Arbeitsabläufe sich vereinfachen, sprichwörtlich weniger Mausklicks benötigten. Es wurden Mehrwerte in Form von Transparenz, kürzeren Durchlaufzeiten und schnellere, bessere Entscheidungen genutzt.

Was heißt das jetzt für den Einsatz in einem Unternehmen?

Nun die Antworten sind mit unseren Erkenntnissen relativ einfach zusammen zu fassen:

  • überlassen Sie um Himmels Willen die Einführung nicht der IT Abteilung
  • identifizieren Sie Kommunikations- und einfache Prozessthemen, mit überschaubaren Arbeitsgruppengrößen
  • ermitteln Sie Anforderungen und Themen, bei denen der Schmerz tief sitzt und der Bedarf nach Lösungen bisher schlecht oder garnicht behandelt wurde

Um Ihnen das Leben einfacher zu machen, anbei eine Auswahl an Themenfeldern, die erfolgreich mit Social Collaboration Tools umgesetzt wurden:

  • Organisation und Optimierung des Key Account Prozesses
  • Bereitstellung von Vertriebs- und Marketingunterlagen für Vertriebsmitarbeiter
  • gemeinsame Bearbeitung von Ausschreibungen und Angeboten
  • Bereitstellung von Unternehmensneuigkeiten und Etablierung einer Unternehmenszeitung
  • Dokumentation und Training von Prozessen
  • Aufbau von Wissensdatenbanken für Vertrieb, Service, Organisation, etc.
  • Aufbau einer Endkunden Support- und Service-Community
  • Etablierung eines zyklischen, wiederkehrenden Businessplanungsprozesses
  • Implementierung eines interaktiven, kollaborativen Intranets

Es gibt noch viele weitere Einsatzfelder, für die Social Collaboration Tools mit der richtigen Architektur und dem richtigen Konzept nutzbar sind. Alle haben gemeinsam, das der Fokus, das Lösungsspektrum und deren Anwendung klar definiert und verständlich sind. Insofern achten Sie darauf, das Sie als Unternehmen bei der Planung bzw. der Umsetzung von Social Collaboration Ansätzen die richtige Mischung wählen, um erfolgreich zu sein. Weniger ist wie so oft mehr und führt zu produktiveren Ergebnissen.

https://spurhalter.de/bloola/collab#/content/content-wie_social_collaboration_richtig_funktioniert

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