Wirtschaftspsychologie: Diversity beginnt im Kopf

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„Arbeitswelt der Vielfalt“ – so lautet das Schwerpunktthema der neuen Ausgabe der Zeitschrift Wirtschaftspsychologie aktuell. Leser erfahren unter anderem, warum Unternehmen ihr Diversity-Management neu ausrichten sollten, welche enormen Mitarbeiterpotenziale bislang ungenutzt sind und warum bzw. wie Stereotype hinterfragt werden sollten.

Diversity-Management soll Unternehmen für gute Mitarbeiter und Nachwuchstalente attraktiver machen. Allerdings belassen es die meisten Unternehmen bei Frauenförderung und reaktiven Ansätzen. Die Zeitschrift Wirtschaftspsychologie aktuell beschäftigt sich daher in ihrer neuen Ausgabe, die am 19. Dezember 2013 erscheinen wird, insbesondere mit Erkenntnissen, wie sich die „Arbeitswelt der Vielfalt“ so gestaltet lässt, dass Organisationen und Mitarbeiter stärker profitieren.

Diskrepanzen auflösen

Welcher Handlungsbedarf besteht, um die strategische Ressource zu erschließen, zeigt zum Beispiel Jens Landwehr, der in seinem Beitrag die Ergebnisse einer gemeinsamen Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte und der Universität zu Köln vorstellt. Demnach wünschen sich die Mitarbeiter hinsichtlich des Diversity-Managements häufig etwas anderes, als ihnen Unternehmen anbieten – etwa die Frauenquote, Jobsharing oder eine systematische Personalentwicklung für ältere Arbeitnehmer.

„Fremde“ zu Teammitgliedern machen

Auch ein Mangel an kulturellen Integrationsmaßnahmen besteht, wie Daniela Grötschke und Astrid Podsiadlowski im Rahmen ihrer Forschungen herausfanden. Die beiden promovierten Psychologinnen erläutern, warum ein proaktives Diversity-Management selten ist und eine Geschlechterperspektive dominiert. Somit erstaunt es nicht, dass beispielsweise das Potenzial von Migranten, die hierzulande rund ein Fünftel der Bevölkerung ausmachen, unzureichend genutzt wird.

Katastrophen verhindern

Wie Petra Köppel darstellt, sollten Führungskräfte, Personalverantwortliche und Mitarbeiter ihre (unbewussten) Denk- und Verhaltensmuster sowie Vorurteile im Umgang mit „andersartigen Personen“ aufdecken, hinterfragen und ändern. Am Beispiel der Daimler AG wird gezeigt, wie Führungskräfte dazu sensibilisiert werden können, ihre mentalen Muster zu reflektieren. Des Weiteren stellen Wirtschaftspsychologen ein Forschungsdesign vor, das untersucht, wie es zur Abspaltung von Untergruppen innerhalb von Teams kommt. Spannend zu lesen ist auch ein Bericht über die Zusammenarbeit multinationaler Teams in der Handelsschifffahrt, der zeigt, wie Standardisierung und Checklisten in (Umwelt-)Katastrophen münden können.

Gesucht: Gesunde Narzissten

Ergänzend zum Schwerpunktthema befassen sich Experten im „Forum“ des Fachmagazins damit, weshalb es Führungskräfte mit einem gesunden Narzissmus bedarf, wie sich Erholungskompetenz messen lässt und was beim Gesundheitsmanagement in Behindertenwerkstätten zu beachten ist. Buchtipps zum Schwerpunktthema, News und Trends sowie Studienergebnisse, etwa zur beruflichen Situation von Coaches bzw. von Akademikern mit Behinderungen, vervollständigen die aktuelle Ausgabe des Fachmagazins für wirtschaftspsychologische Themen.

http://www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/ausgabe-2013-4-arbeitswelt-der-vielfalt.html

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