©Tung Nguyen/Pixabay
Adobe, weltweit führender Technologieanbieter für Kreativität, Produktivität und personalisierte Kundenerlebnisse, hat heute neueste Ergebnisse des Adobe-Reports „KI- und digitale Trends 2026“ veröffentlicht. Die 16. jährliche globale Studie basiert auf den Antworten von 7.000 Konsument*innen und Führungskräften und untersucht, wie Unternehmen digitale Transformation und KI-Einführung angehen und wie Konsument*innen auf KI-gesteuerte und Agentic Experiences reagieren.
Laut den Ergebnissen der Studie stehen Konsument*innen Agentic AI-Erlebnissen offen gegenüber: 43 Prozent der Befragten in Deutschland (zum Vergleich: 43 Prozent weltweit / 40 Prozent in Europa) geben an, mit einem KI-Agenten einer Marke zu interagieren, wenn dies angeboten wird. Gleichzeitig sagen 39 Prozent (38 Prozent weltweit / 42 Prozent, dass sie sich bisher noch keine Gedanken über einen persönlichen KI-Agenten gemacht haben. Nur 25 Prozent (20 Prozent weltweit / 27 Prozent Europa) lehnen persönliche KI-Agenten grundsätzlich ab.
Da KI-gestützte Erlebnisse zunehmend in den Alltag der Konsument*innen integriert werden, markiert die diesjährige Studie einen Wendepunkt in der Entwicklung von Agentic AI. Marken haben jetzt die seltene Chance, die Einführung verantwortungsvoll zu gestalten und die Orchestrierung, Governance und Skalierung für nachhaltiges Wachstum zu schaffen.
Die Ergebnisse zeigen zudem eine wachsende Diskrepanz zwischen der Definition von KI-Erfolg durch Konsument*innen und den tatsächlichen Messgrößen der Unternehmen. Während Verbraucher*innen KI-Erlebnisse nach Vertrauen, Transparenz und Bedürfnisorientierung bewerten, konzentrieren sich viele Marken weiterhin auf Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen. Das ist ein Zeichen für eine wachsende Lücke zwischen Erwartungen und Prioritäten.
„KI ist über die Experimentierphase hinaus, aber viele Unternehmen stecken noch im schwierigen Übergang zwischen Erwartung und Umsetzung fest“, so Rachel Thornton, CMO, Adobe Enterprise. „Da sich die Erwartungen der Kund*innen verändern, müssen Marken durch Agentic AI gesteuerte Erlebnisse orchestrieren, die an jedem Touchpoint agieren und reagieren können. Jetzt ist der Moment, vom KI-Hype zu echtem Impact zu kommen und die Datenbasis, Governance und Orchestrierung zu schaffen, die für bedeutungsvolle Erlebnisse im globalen Maßstab nötig sind.“
Vertrauen und menschliche Verbindung prägen die KI-Akzeptanz
- Für viele Konsument*innen ist es bei der Nutzung von KI-Agenten wichtig, jederzeit zu einem Menschen wechseln zu können (31 Prozent Deutschland / 31 Prozent weltweit / 35 Prozent Europa)
- Solange ihre Bedürfnisse erfüllt werden, ist es 36 Prozent der Konsument*innen in Deutschland (46 Prozent weltweit / 41 Prozent Europa) egal, ob eine Marke KI einsetzt. 33 Prozent würden jedoch die Interaktion abbrechen, wenn sie feststellen, dass sie mit einer KI sprechen, obwohl sie einen Menschen erwartet haben (37 Prozent weltweit / 34 Prozent Europa).
- 49 Prozent der Konsument*innen in Deutschland (50 Prozent weltweit / 43 Prozent Europa) sagen, dass KI-gesteuerte Erlebnisse ihnen oft oder immer Zeit sparen, und 43 Prozent (49 Prozent weltweit / 44 Prozent Europa) empfinden sie als bequem.
- 72 Prozent (70 Prozent weltweit / 71 Prozent Europa) sind der Meinung, dass KI-Interaktionen weiterhin menschlich und nicht wie ein Roboter wirken sollten.
Unternehmen stehen bei KI vor Umsetzungsdruck
- Unternehmen stehen bei KI vor Umsetzungsdruck: Die Begeisterung für Agentic AI ist groß, aber 77 Prozent der Unternehmen in Deutschland (75 Prozent weltweit / 76 Prozent Europa) nennen Datenintegration und -qualität als größte Hürden für die Skalierung. Nur 13 Prozent (16 Prozent weltweit / 12 Prozent Europa) haben Agentic AI unternehmensweit im Kundensupport implementiert, und lediglich 14 Prozent (13 Prozent weltweit / 11 Prozent Europa) für Markenauffindung und Suche.
- Datenbasis bleibt fragil: Weniger als die Hälfte (44 Prozent Deutschland / 43 Prozent weltweit / 43 Prozent Europa) halten ihre Datenqualität und -zugänglichkeit aktuell für ausreichend für KI. Nur 43 Prozent der Unternehmen in Deutschland (39 Prozent weltweit / 40 Prozent Europa) verfügen über eine gemeinsame Kundendatenplattform für Agentic AI.
- Generative KI beschleunigt Content-Produktion und Skalierung: Im Wettbewerb um Aufmerksamkeit sagen mehr als 75 Prozent (76 Prozent weltweit / 73 Prozent Europa) der Unternehmen in Deutschland, dass generative KI das Volumen und die Geschwindigkeit der Ideenfindung und Produktion von Inhalten verbessert hat. 72 Prozent (70 Prozent weltweit / 70 Prozent Europa) geben an, dass generative KI auch nicht-kreativen Teams die Content-Erstellung ermöglicht.
- Aufmerksamkeitsspanne von Sekunden: Konsument*innen geben Marken nur wenige Sekunden, um Interesse zu wecken: 43 Prozent der Befragten in Deutschland (50 Prozent weltweit / 50 Prozent Europa) sagen, Marken hätten zwei bis fünf Sekunden, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Nur 24 Prozent (19 Prozent weltweit / 21 Prozent Europa) entscheiden in weniger als zwei Sekunden, ob sie sich weiter mit einer Marke beschäftigen.
- KI-gestützte Suche und Discovery auf dem Vormarsch: Ein Viertel der Konsument*innen (23 Prozent Deutschland / 25 Prozent weltweit / 20 Prozent Europa) nutzt KI-gestützte Plattformen bereits als primäres Recherche-Tool – noch vor Markenwebsites und Bewertungen. KI wird besonders geschätzt für das Beantworten von Fragen, Produktempfehlungen und Problemlösungen. 39 Prozent der Konsument*innen in Deutschland (51 Prozent weltweit / 40 Prozent Europa) nutzen KI-Assistenten zumindest gelegentlich als primäre Informationsquelle – ein potenzieller Wendepunkt für Recherche und Kaufverhalten im Netz.
Weitere Informationen zum Adobe AI & Digital Trends 2026 Report finden Sie unter: https://business.adobe.com/uk/resources/digital-trends-report.html.
Methodik
Für den 16. jährlichen Adobe-Report „KI- und digitale Trends“ führte Oxford Economics in Zusammenarbeit mit Adobe globale Umfragen unter 3.000 Führungskräften und Praktiker*innen sowie 4.000 Konsument*innen durch, um besser zu verstehen, wie Unternehmen KI nutzen, um Kundeninteresse zu wecken, Markentreue zu fördern und Workflows im Bereich Customer Experience zu verbessern und wie Kund*innen auf diese Veränderungen reagieren. Die europäischen Zahlen und Erkenntnisse basieren auf den Antworten von Teilnehmer*innen aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland. Die Umfragen wurden online und per computergestützter Telefonbefragung (CATI) von Oktober bis November 2025 durchgeführt.
Disclaimer:
„Für den oben stehenden Beitrag sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Nutzer verantwortlich. Eine inhaltliche Kontrolle des Beitrags seitens der Seitenbetreiberin erfolgt weder vor noch nach der Veröffentlichung. Die Seitenbetreiberin macht sich den Inhalt insbesondere nicht zu eigen.“