©Wynn Pointaux/Pixabay
86 Prozent arbeiten wöchentlich mit Daten, doch fast die Hälfte leiden unter “Data Anxiety”
Eine internationale Studie mit über 2.400 Marketing- und Sales-Experten (davon 300 aus Deutschland) deckt einen Widerspruch auf: Während Teams immer datengetriebener arbeiten, fehlen ihnen die Skills, um das Datenchaos wirklich zu meistern. Das Ergebnis? Produktivitätsbremse statt Boost.
- Data Anxiety: 47 Prozent fühlen sich im Umgang mit Daten unsicher oder überfordert, 18 Prozent vermeiden sie ganz.
- Effizienzdruck: 86 Prozent rbeiten regelmäßig mit Daten oder Tabellen – 76 Prozent wollen dabei effizienter werden.
- Steigende Datenabhängigkeit: 69 Prozent sehen eine zunehmende Abhängigkeit von Daten am Arbeitsplatz in den letzten zwei Jahren.
- KI-Optimismus: 76 Prozent sind optimistisch, dass KI sie bei datenbezogener Arbeit entlasten kann.
Canva, die weltweit einzige All-in-One-Plattform für visuelle Kommunikation, hat den Insight-Bericht Beyond the Numbers: How Data Storytelling Redefines Communication veröffentlicht. Der Bericht zeigt deutlich: Daten sind längst ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags, doch viele Teams haben nach wie vor Schwierigkeiten, sie richtig zu analysieren und sinnvoll einzusetzen.
Basierend auf den Antworten von über 2.400* Marketing- und Sales-Fachleuten (300 in Deutschland) zeigt der Report, warum klassische Datentools nicht mehr ausreichen. Außerdem wird deutlich, welche strategischen Chancen sich für Teams und Führungskräfte ergeben, wen sie in wirkungsvolles Data Storytelling investieren.
Das Daten-Dilemma: Fehlendes Selbstvertrauen und Kompetenz hemmt die Produktivität
Fast die Hälfte (47 Prozent) der befragten Marketing- und Sales-Professionals geben zu, dass sie sich im Umgang mit Daten unsicher oder überfordert fühlen – ein Phänomen das auch als “Data Anxiety” bezeichnet wird. International liegt dieser Anteil bei 66 Prozent. Fachkräfte hierzulande zeigen also etwas mehr Vertrauen in ihre Datenkompetenz:
- 71 Prozent fühlen sich bei der Analyse und Interpretation von Daten sicher, doch 45 Prozent machen Fehler in Tabellenkalkulationen, die sich auf ihre Arbeit auswirken:
- 29 Prozent haben Schwierigkeiten, komplexe Tabellenkalkulationen zu interpretieren.
- 35 Prozent haben Schwierigkeiten, Formeln zu verstehen.
- Nur 18 Prozent vermeiden es aktiv, mit Daten zu arbeiten. Im Vergleich dazu liegt der weltweite Wert bei 30 Prozent, was erneut zeigt, dass das Vertrauen in die eigene Datenkompetenz in Deutschland höher ist.
Vertrieb und Marketing müssen komplexe Insights in verständliche Stories übersetzen. Fehlende Kompetenzen mindern Produktivität, begünstigen Fehler – und trotz vieler Schulungen bleibt die Lücke zwischen benötigter Kompetenz und Selbstvertrauen groß.
Daten gibt es überall, aber nur Data-Storytelling führt zu echten Ergebnissen
Daten sollten nicht nur informieren, sondern fesseln, überzeugen und zum Handeln führen. Die meisten Professionals kennen den Mehrwert überzeugender Visualisierungen – 89 Prozent sagen, dass Datenvisualisierungen die Glaubwürdigkeit ihres Storytelling erhöht. Doch viele tun sich schwer damit, diese umzusetzen.
- 86 Prozent arbeiten wöchentlich mit Daten und Tabellenkalkulationen.
- 30 Prozent haben Schwierigkeiten damit, Daten visuell darzustellen.
- 83 Prozent schöpfen Selbstvertrauen, wenn ihre Präsentationen ansprechende visuelle Daten enthalten.
- 82 Prozent bestätigen, dass Datenkompetenz entscheidend für ihre Position ist.
Die Fähigkeit, Zahlen in Stories zu übersetzen, ist inzwischen eine Schlüsselkompetenz – wie beim Puzzle entsteht das Gesamtbild erst mit den passenden Teilen.
KI und moderne Datentools unterstützen Teams bei der Umsetzung
Traditionelle Datentools stoßen in modernen Teams zunehmend an ihre Grenzen – statt Klarheit zu schaffen, sorgen sie oft für Reibungen, Missverständnisse und bremsen den Weg zu wirkungsvollen, datenbasiertem Storytelling.
- 39 Prozent finden es schwierig, verschiedene Datentools zur selben Zeit einzusetzen.
- 85 Prozent ziehen benutzerfreundlichere Tools zur Datenvisualisierung vor.
- 57 Prozent würden bis zu drei Stunden in das Erlernen neuer Kompetenzen investieren.
- 76 Prozent der befragten Fachkräfte sind überzeugt, dass KI ihre Datenkompetenz verbessern und technische Hürden abbauen kann.
Führungskräfte investieren vermehrt in Visualisierungstools und fördern Datenkompetenz, da Marketing und Sales das Potenzial von Daten erst ansatzweise ausschöpfen.
„Die Arbeit mit Daten sollte nicht auf Fachpersonen beschränkt sein. Stellen Unternehmen ihren Teams die passenden Werkzeuge und Schulungen zur Verfügung, um Zahlen in aussagekräftige Geschichten zu verwandeln, lässt sich beträchtliches Potenzial freisetzen“, soDuncan Clark, Leiter EMEA bei Canva und Mitbegründer von Flourish, einem Unternehmen von Canva. „Das Ziel ist es nicht, jeden zu einem Data Scientist zu machen, sondern Teams zu befähigen, die ihnen zur Verfügung stehenden Daten selbstbewusst zu interpretieren und in überzeugende, ansprechende Geschichten zu verwandeln, sei es für interne Präsentationen oder externe Inhalte. Daten allein bewegen Menschen nicht, Geschichten hingegen schon – darauf sollten wir uns konzentrieren.“
Daten-Storytelling ist nicht nur ein Wettbewerbsvorteil, sondern unverzichtbar: Wer Kampagnen-Performance und Insights überzeugend visualisiert, trifft smartere Entscheidungen und erzielt messbares Wachstum. Marketing- und Vertriebsprofis müssen keine Data Scientists werden. Was sie brauchen, sind verständlich aufbereitete Daten und die passenden Tools, um damit wirklich etwas bewegen zu können.
Der Insight-Bericht Beyond the numbers: how data storytelling redefines communication zeigt Führungskräften, wie sie Daten wirksam nutzen und ihre Teams im Storytelling stärken. Neue Tools wie Canva Sheets und Datenvisualisierungsfunktionen wie Magic Charts bieten praktische Möglichkeiten, diese Erkenntnisse anschaulich und greifbar zumachen.
* Methodik
Canva beauftragte Pure Spectrum mit der Befragung von 2.457 Marketing- und Vertriebsfachleuten. Konkret befragte Canva 305 Personen in den Vereinigten Staaten, 305 im Vereinigten Königreich, 308 in Australien, 307 in Frankreich, 301 in Deutschland, 309 in Spanien, 313 in Indien und 309 in Japan.
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