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Über 100 Unternehmen nutzen Cortis Infrastruktur in mehr als 50 Anwendungsfällen. Dazu zählen Revenue Cycle Management, klinische Entscheidungsunterstützung und Versorgungskoordination.

Corti, das spezialisierte KI-Labor für das Gesundheitswesen, hat das Corti Agentic Framework und die Agent Library vorgestellt. Die produktionsreife Infrastruktur adressiert sogenannte „Safety Spirals“, also Fehlerkaskaden, die den Einsatz von KI-Agenten im Gesundheitswesen bislang blockiert haben. Trotz eines prognostizierten Fachkräftemangels von 10 Millionen Arbeitskräften bis 2030 scheitert der produktive Einsatz autonomer Systeme häufig. Das Framework stellt die benötigten Schlussfolgerungs- und Ausführungsebenen bereit. Dadurch lassen sich KI-Agenten sicher im Produktionsmaßstab betreiben.

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Im Jahr 2025 flossen Milliarden in KI-Investitionen im Gesundheitswesen. Dennoch erreichen nur 11 Prozent der KI-Agenten die Produktion. Unbeaufsichtigte Agenten verursachen Fehler in Workflows wie Codierung, Dokumentation oder Vorabgenehmigung. Diese Fehler verstärken sich systemübergreifend schneller, als Menschen eingreifen können. Diese kaskadierenden Ausfälle erscheinen für nachgelagerte Systeme korrekt. Auswirkungen zeigen sich oft erst, wenn Patienten oder Finanzen betroffen sind. Das verhindert, dass KI im Gesundheitswesen zur produktiven Arbeitskraft wird.

Diese Einsatzlücke ist Teil einer größeren Kluft von 600 Milliarden Dollar zwischen KI-Investitionen und realisierten Erträgen. Allein für das Gesundheitswesen schätzt McKinsey 265 Milliarden Dollar an blockierten Einsparungen aus Abrechnung und Vorabgenehmigung. Ursache sind fehlendes Vertrauen und unzureichende Governance.

Das Corti Agentic Framework ist eine produktionsreife Multi-Agenten-Ausführungsarchitektur. Jede Agentenaktion wird vor der Ausführung durch deterministische Guardrails validiert. Auf der Orchestrierungsebene angesiedelt, steuert das System zulässiges Verhalten über Systeme und Workflows hinweg. Delegierte Zuständigkeitsbereiche werden dabei berücksichtigt. Gleichzeitig entstehen vollständige, durchgängige Audit-Trails für den regulierten Produktionseinsatz.

„Das Gesundheitswesen braucht keine intelligenteren Agenten, sondern sichere Autonomie“, sagte Andreas Cleve, CEO und Mitgründer von Corti. „Intelligenz ohne Kontrolle ist in klinischen Umgebungen ein Risiko. Unsere Infrastruktur regelt, was KI tun darf. Das unterscheidet Experimente von produktivem Einsatz. Es trennt den Ersatz von Software vom Schließen realer Personalengpässe.“

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Das Framework startet mit einer produktionsbereiten Agent Library. Sie enthält vorkonfigurierte Agenten für medizinische Codierung, Dokumentation und Überweisungskoordination. Weitere Einsatzbereiche sind klinische Weiterbildung und Leitlinien. Alle Agenten sind für den sofortigen Produktionseinsatz validiert. Organisationen können zudem benutzerdefinierte Agenten für Workflows wie die Vorabgenehmigung entwickeln. Grundlage sind die Integrationen von Corti mit vertrauenswürdigen klinischen Datenquellen. Alle Agenten erben automatisch Governance- und Audit-Funktionen.

Das Corti Agentic Framework stellt eine deterministische Laufzeitumgebung bereit. Sie ist erforderlich, um KI-Ausgaben sicher vom Softwarebudget in das Arbeitskräftebudget zu verlagern.

„Das Gesundheitswesen entwickelt sich von Inferenz zu kontinuierlichen, agentengesteuerten Workflows“, sagte Lars Maaløe, CTO und Mitgründer von Corti. „Dafür braucht es eine Infrastruktur, die autonome Handlungen unter hohen regulatorischen Anforderungen validiert. Corti etabliert eine neue Kategorie von GPU-Workloads: Die gesteuerte Ausführung.“

Die Technologie basiert auf drei zentralen Fähigkeiten. Sie ermöglichen es Gesundheitssystemen, automatisierte Arbeitskapazitäten zu skalieren, ohne Latenz oder klinisches Risiko zu erhöhen:

  • Gesteuerte Orchestrierung: Ein deterministischer Orchestrator validiert Aktionen in Submillisekunden anhand klinischer Protokolle.
  • Vollständige Auditierbarkeit: Echtzeit-Provenienzverfolgung stellt einen „Blackbox“-Recorder für regulatorische Compliance und haftungsbezogene Versicherungsindemnität bereit.
  • Offene Standards: Unterstützung für Model Context Protocol (MCP) und Agent-to-Agent-Standards (A2A). Benutzerdefinierte Agenten übernehmen dadurch die Governance von Corti automatisch.

Verfügbarkeit
Das Corti Agentic Framework und die Agent Library sind ab sofort unter console.corti.app verfügbar. Die Dokumentation ist unter docs.corti.ai abrufbar.

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