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Die Generationen sind sich in vielen Fragen nicht einig, was oft zu lebhaften Diskussionen am Weihnachtstisch führt. Eine Sache haben sie jedoch gemeinsam: schwache Passwörter. Eine neue Untersuchung zeigt: Die Generation Z, die weltweit jüngsten Erwachsenen, ist beim Passwortschutz nicht besser als ihre Großeltern.

Eine vor Kurzem durchgeführte Studie von NordPass hat ergeben, dass das am häufigsten verwendete Passwort bei den nach 1997 Geborenen „12345“ ist – und damit schwächer als das bevorzugte Passwort fast aller anderen Generationen, mit Ausnahme der vor 1946 Geborenen (Silent Generation), deren meistgenutztes Passwort ebenfalls „12345“ war. Millennials, Generation X und die Babyboomer nutzen am häufigsten ein etwas stärkeres Passwort, auch wenn es nur ein Zeichen länger ist – nämlich „123456“.

Dieses Ergebnis widerlegt die Annahme, dass die jüngere Generation als Digital Natives eine Art intuitives Verständnis des Internets und dessen Gefahren mitbringt.

Namen und Zahlen

Die Studie fand heraus, dass Zahlenkombinationen wie „12345“ und „123456“ in allen Altersgruppen zu den beliebtesten Passwörtern gehören. Der größte Unterschied besteht darin, dass ältere Generationen eher Namen in ihren Passwörtern verwenden. Die Nutzung von Namen nimmt ab der Generation X deutlich zu und erreicht bei den Babyboomern ihren Höhepunkt. Bei der Generation X ist „Veronica“ der beliebteste Name als Passwort, bei den Babyboomern „Maria“ und bei der Silent Generation „Susana“.

Die Generationen Z und Y verwenden seltener Namen in ihren Passwörtern und ziehen stattdessen Kombinationen wie „1234567890“ und „skibidi“ vor.

„Die Cybersicherheits-Gewohnheiten der junger Erwachsener sind ziemlich schlecht, wenn nicht sogar noch schlechter als die der älteren Generationen. Es zeigt sich ganz klar: Nur weil diese Generation mit dem Internet aufgewachsen ist, heißt das nicht automatisch, dass sie ein gutes Verständnis für Passwortsicherheit oder die Risiken schlechter Passwörter haben. Daher sollten wir unbedingt damit anfangen, jungen Menschen von klein auf die Grundlagen der Cybersicherheit beizubringen“, erklärt Karolis Arbaciauskas, Head of Business Product bei NordPass

Die Liste mit den beliebtesten Passwörtern aller Altersgruppen ist hier verfügbar.

Tipps zur Passwortsicherheit

Laut Arbaciauskas lässt sich die digitale Sicherheit mit ein paar grundlegenden Regeln erheblich verbessern, um Menschen davor zu schützen, aufgrund ineffektiv verwalteter Passwörter Opfer von Cyberangriffen zu werden:

  • Erstellen Sie sichere, zufällige Passwörter oder Passphrasen. Passwörter sollten mindestens 20 Zeichen lang sein und aus einer zufälligen Kombination von Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen bestehen. 
  • Verwenden Sie niemals alte Passwörter erneut. Als Faustregel gilt, dass jedes Konto ein einzigartiges Passwort haben sollte – denn wenn ein Konto gehackt wird, können böswillige Akteure sonst dieselben Anmeldedaten für andere Konten verwenden.
  • Kontrollieren Sie Ihre Passwörter. Überprüfen Sie regelmäßig die Sicherheit Ihrer Passwörter. Identifizieren Sie schwache, alte oder wiederverwendete Passwörter und wechseln Sie zu neuen, komplexen Passwörtern, um sicherer im Internet unterwegs zu sein.
  • Nutzen Sie einen Passwort-Manager. Er hilft Ihnen dabei, Passwörter zu generieren, zu speichern, zu überprüfen und sicher zu verwalten, damit sie gut geschützt, schwer zu knacken und leicht verfügbar sind, wenn Sie sie brauchen.
  • Aktivieren Sie die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Damit fügen Sie eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzu. Die MFA hilft, Hacker fernzuhalten, selbst wenn ein Passwort kompromittiert wird.

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