Einkaufen, informieren, Termine buchen, Bankgeschäfte erledigen: Das Smartphone ist für viele Menschen der wichtigste Zugang zu digitalen Angeboten. Doch der mobile Alltag stockt immer häufiger an einfachen Hürden: 73,8 Prozent der europäischen Konsument:innen berichten von digitalen Barrieren bei der Navigation auf dem Smartphone. Besonders auffällig: Am stärksten betroffen ist nicht die ältere Generation, sondern die Gen Z. 81,2 Prozent der jungen Europäer:innen melden Probleme bei der Smartphone-Nutzung. Bei den über 56-Jährigen sind es 69,6 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer europaweiten Umfrage von Accessiway, einer der führenden europäischen Anbieter für digitale Barrierefreiheit und Teil der team.blue-Gruppe, unter insgesamt 6.541 Konsument:innen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Österreich.

Die Smartphone-Generation hat die größten Probleme mit mobilen Barrieren
Digitale Barrierefreiheit gilt oft als Thema für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung. Die Ergebnisse der europaweiten Umfrage von Accessiway zeichnen ein anderes Bild: Gerade jene Generation, die mit dem Smartphone aufgewachsen ist, stößt besonders häufig auf digitale Hürden. In vier der fünf untersuchten Märkte berichten junge Konsument:innen häufiger von Schwierigkeiten bei der Smartphone-Nutzung als ältere Menschen. Am stärksten zeigt sich dies in Italien: Dort melden 90 Prozent der jungen Nutzer:innen Probleme. Es folgen Frankreich mit 88 Prozent und Österreich mit 87 Prozent. Deutschland fällt aus diesem Muster heraus. Hierzulande berichten 60 Prozent der jungen Nutzer:innen von Schwierigkeiten. Damit liegt Deutschland unter dem europäischen Länderdurchschnitt und ist zugleich der einzige untersuchte Markt, in dem ältere Nutzer:innen häufiger Probleme melden als die Gen Z.


Pop-ups bremsen Europas Smartphone-Nutzung aus
Wer auf dem Smartphone an Grenzen stößt, scheitert meist an denselben Hindernissen. Am häufigsten nennen Europas Befragte Pop-ups und aufdringliche Werbung. Im europäischen Länderdurchschnitt sehen 39,6 Prozent darin die größte Hürde. Besonders stark fällt der Wert in Italien mit 50 Prozent aus, gefolgt von Österreich (47 Prozent) und Deutschland (40 Prozent). Als störend werden zudem Schwächen bei Layout und Navigation empfunden. 20,4 Prozent empfinden die Orientierung auf mobilen Websites als problematisch. Vor allem Österreich sticht mit 28 Prozent hervor. Danach folgen Deutschland mit 21 Prozent und Italien mit 19 Prozent. Zu kleine Schriftgrößen landen mit 16,6 Prozent auf Platz drei. Hier unterscheiden sich die Märkte kaum.

Deutschland bleibt unter dem Schnitt, aber nicht frei von mobilen Barrieren
Im europäischen Vergleich berichten vor allem die Nutzer:innen aus Frankreich (82 Prozent), Österreich (80 Prozent) und Italien (79 Prozent) von Schwierigkeiten auf dem Smartphone. Deutschland und Großbritannien liegen mit jeweils 64 Prozent am unteren Ende des Vergleichs. Deutschland steht damit rund 9,8 Prozentpunkte unter dem europäischen Länderdurchschnitt. Das bedeutet jedoch keine Entwarnung. Fast zwei Drittel der Befragten in Deutschland erleben demnach weiterhin Hürden bei der mobilen Nutzung digitaler Angebote.

„Auch auf dem Smartphone sind digitale Barrieren kein Randthema. Sie betreffen viele Menschen im mobilen Alltag“, so Jacopo Deyla, Chief Accessibility Officer bei Accessiway. „Überraschend ist vor allem, wie stark junge Nutzer:innen in Europa von mobilen Barrieren betroffen sind. Wenn ausgerechnet die Smartphone-Generation an mobilen Hürden scheitert, haben Unternehmen ein deutliches Qualitätsproblem. Wer mobile Angebote entwickelt, muss Barrierefreiheit von Anfang an mitdenken. Sonst verlieren Unternehmen Nutzer:innen, Vertrauen und messbares Umsatzpotenzial.“

Über die europaweite Umfrage
Die Ergebnisse basieren auf einer Reihe von repräsentativen Online-Umfragen, die Accessiway in den fünf europäischen Schlüsselmärkten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Österreich in Zusammenarbeit mit renommierten Marktforschungsinstituten durchgeführt hat. Insgesamt wurden 6.541 Konsument:innen befragt. In Deutschland befragte Civey am 22. und 23. Januar 2026 insgesamt 2.500 Verbraucher:innen ab 18 Jahren online und repräsentativ. In Frankreich befragte Opinéa im März 2026 insgesamt 1.020 repräsentative Personen. In Österreich führte Marketagent vom 25. Februar bis 3. März 2026 eine CAWI-Befragung mit 1.000 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren durch. In Großbritannien befragte Censuswide vom 13. bis 15. Mai 2026 insgesamt 1.000 Erwachsene. In Italien führte YouGov am 19. und 20. Mai 2026 eine gewichtete Online-Befragung mit 1.021 Erwachsenen durch.

Weitere Informationen finden sich unter www.accessiway.com/de sowie im Podcast „Control Alt Include“ unter https://www.youtube.com/@accessiway/podcasts 

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