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Strategischer Digitalisierungsschritt in der Recycling- und Sortieranlagentechnik
STADLER, weltweit agierender Spezialist für automatisierte Sortieranlagen, seit über 230 Jahren in Familienhand und einer der etablierten Hersteller von Anlagen und Maschinen für die Recyclingindustrie, treibt seit 2023 eine breit angelegte Digitalisierung der Wissensarbeit voran. Unter der Führung von Co-CEO Julia Stadler wurde generative KI als fester Bestandteil administrativer, technischer und kreativer Arbeitsprozesse eingeführt. Das Ziel: repetitive Tätigkeiten deutlich reduzieren und Entscheidungswege spürbar beschleunigen. „In vielen Teams verbrachten Menschen zu viel Zeit damit, Rohwissen in nutzbare Ergebnisse zu verwandeln“, erklärt Julia Stadler. „Wir wussten, dass es einen besseren Weg geben musste.“
Unternehmensweiter KI-Einsatz als Produktivitätshebel
Rund 650 Mitarbeitende, die computergestützt arbeiten, sollen KI täglich nutzen. Die Wahl fiel auf ChatGPT, da das System ohne technische Startaufwände direkt einsetzbar ist und konstante Ausgabequalität bietet. In einem strukturierten Roll-out wurden Schulungen und Richtlinien aufgebaut, während die Mitarbeitenden gleichzeitig die Freiheit erhielten, eigene Anwendungsfälle zu entwickeln. Dieses Modell führte zu einer breiten Akzeptanz in der Belegschaft und zur Entwicklung von über 125 Custom GPTs, die Routineaufgaben, Recherchen, Übersetzungen oder die technische Dokumentation unterstützen. Ergebnis: Erste Entwürfe entstehen heute innerhalb von 20 Minuten – statt wie früher nach einem halben Tag.
KI als Werkzeug im Engineering
In Entwicklungs- und Datenteams geht der Einsatz über reine Texterstellung weit hinaus. Die Teams nutzen KI für Analysen, Code-Unterstützung und Leistungsbewertung. Dr. Bastian Küppers, Head of Process Engineering, beschreibt den Wandel: „ChatGPT ist nicht nur ein Schreibtool. Es ist ein Denkpartner, der hilft, Ideen zu strukturieren und unsere Arbeitsweise zu beschleunigen.“ Besonders in Entwicklungs- und Planungsphasen konnte die Einstiegshürde deutlich reduziert werden, da Aufgaben nun häufig mit KI-generierten Strukturvorschlägen beginnen.
Messbare Effizienzgewinne in mehreren Bereichen
STADLER erfasst die Effekte zentral – und die Daten zeigen deutliche Verbesserungen:
Ø Routineaufgaben benötigen 30–40 % weniger Zeit,
Ø erste Entwürfe entstehen 2,5-mal schneller,
Ø im Bereich Social Media liegt der Geschwindigkeitsvorteil bei bis zu 600 %,
Ø über 85 % der Belegschaft nutzen KI täglich, oft mehrfach.
Für Raphael Fricker, Head of IT, ist die Nutzungshäufigkeit ein entscheidendes Signal: „Wenn Mitarbeitende mehrmals täglich darauf zugreifen, ohne dass jemand sie dazu auffordert, dann weiß man, dass es echten Mehrwert liefert.“
Ausblick: KI-Agenten als nächste Entwicklungsstufe
Als nächster Schritt plant STADLER den Einsatz von KI-Agenten. Diese sollen Informationen recherchieren, Standards prüfen, Aufgaben eigenständig bearbeiten und Ergebnisse bis zur Freigabe vorbereiten. Damit wird KI künftig nicht nur als Assistenztool, sondern als operativer Bestandteil der Wertschöpfungskette fungieren – ein Ansatz, der besonders für die ressourcenintensive und technologiegetriebene Recyclingbranche relevant ist.
Fazit
Die Fallstudie zeigt, wie ein mittelständischer Maschinenbauer generative KI pragmatisch und skalierbar in die Wissensarbeit integriert. Die Kombination aus schneller Einführung, klaren Leitplanken und bereichsübergreifender Eigeninitiative führte zu messbaren Effizienz- und Qualitätsgewinnen. Damit liefert STADLER nicht nur der Recyclingbranche, sondern der gesamten Industrie einen wegweisenden Beleg dafür, wie digitale Werkzeuge die Wettbewerbsfähigkeit stärken, Prozesse beschleunigen und gleichzeitig fundiertere, datenunterstützte Entscheidungen ermöglichen.
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