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Wie SAP Business Data Cloud ESG-Reporting und CO-Analysen entlang der Lieferkette ermöglicht

Viele Unternehmen sind mittlerweile dazu verpflichtet, ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft sowie ihre Standards der Unternehmensführung (ESG) offenzulegen und Informationen zu Treibhausgasemissionen, Klimazielen, Energieverbrauch, Lieferkettenrisiken und Nachhaltigkeitsmaßnahmen transparent zu machen. In der EU ist dies durch die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) reguliert. „Die Herausforderung liegt für viele Unternehmen oft nicht im Mangel an Daten, sondern vielmehr in deren Qualität und Vernetzung. Datenplattformen wie die SAP Business Data Cloud (BDC) ermöglichen jedoch, Nachhaltigkeitsdaten aus unterschiedlichsten Quellen zusammenzuführen und daraus belastbare CO₂-Analysen sowie fundierte Handlungsempfehlungen abzuleiten“, sagt Ruth-Maria Katemann, Leiterin des Competence Center Analytics der retailsolutions AG.

Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Für eine belastbare CO₂-Bilanz müssen Informationen aus Einkauf, Produktion, Logistik und Finanzen mit externen Emissionsdaten zusammengeführt werden. Genau hier setzen Datenplattformen an. Sie konsolidieren operative Daten aus Systemen wie SAP S/4HANA, darunter Einkaufs-, Produktions- und Logistikdaten, und ergänzen diese um externe Informationen wie Emissionsfaktoren, Lieferantendaten, Branchenbenchmarks oder regulatorische Vorgaben. Dies schafft eine zentrale Datenbasis für lückenlose Transparenz – vom Rohstoffbezug bis zum Point of Sale. „Die BDC schafft zum Beispiel eine unternehmensweite Single Source of Truth. Unterschiedliche Datenquellen werden vereinheitlicht, angereichert und über ein gemeinsames Nachhaltigkeitsdatenmodell miteinander verbunden. Während über SAP Datasphere etwa Daten aus verschiedenen SAP- und Non-SAP-Systemen harmonisiert und in einen gemeinsamen Geschäftskontext gebracht werden, ermöglicht die SAP Analytics Cloud die Analyse, Visualisierung und Simulation von Nachhaltigkeitsszenarien. Als Intelligent Application innerhalb der BDC bietet der Sustainability Control Tower außerdem ein ganzheitliches ESG-Reporting und Steuerungsfunktionen“, erläutert Katemann.

KI-Integration für CO-Transparenz in Echtzeit

Besonders relevant ist die Möglichkeit, Emissionen entlang der Lieferkette präzise zu berechnen. Hierfür lassen sich operative Geschäftsdaten mit Emissionsfaktoren und tatsächlichen Product Carbon Footprints (PCFs) von Lieferanten kombinieren. Über SAP Sustainability Data Exchange (SDX) können Unternehmen Primärdaten direkt mit Geschäftspartnern austauschen und so Schätzwerte/Branchendurchschnitte durch belastbare Emissionsinformationen ersetzen. SAP Sustainability Footprint Management übernimmt dabei die Berechnung von PCFs sowie unternehmensweiten Emissionswerten und erstellt den Corporate Carbon Footprint (CCF). Die Lösung verknüpft Material- und Energieflüsse mit Emissionsfaktoren und ermöglicht dadurch eine detaillierte Betrachtung von CO₂-Emissionen auf Produkt-, Prozess- und Unternehmensebene. „Besonders die Integration von Generative AI und maschinellem Lernen spielt eine wesentliche Rolle. Diese Technologien automatisieren das Mapping von Emissionsfaktoren und unterstützen zum Beispiel durch Datenbereinigungen und Anomalieerkennungen. Darüber hinaus können KI-gestützte Modelle Emissionsentwicklungen prognostizieren, Hotspots in Lieferketten identifizieren und Optimierungspotenziale aufzeigen“, berichtet Katemann.  Zudem vereinfacht KI die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten: Generative KI kann ESG-Berichte vorbereiten, Daten automatisch aufbereiten und Textentwürfe generieren. „In einem aktuellen Projekt haben wir etwa den Sustainability Control Tower und das entsprechende Reporting eingeführt. Hier gilt es vor allem, den Daten aus dem Einkauf die jeweils passenden Emissionsfaktoren zuzuordnen. Die Nutzung von KI kann das Mapping von Emissionsfaktoren erheblich erleichtern“, ergänzt Katemann.

Basis für ökologische und wirtschaftliche Entscheidungen

Die gewonnenen Erkenntnisse wirken sich unmittelbar auf zentrale Unternehmensbereiche aus. Im Einkauf können Lieferanten künftig nicht nur nach Preis und Qualität, sondern auch nach ihrem CO₂-Fußabdruck bewertet werden. Im Supply Chain Management ermöglichen die Analysen die Identifikation emissionsarmer Transportwege und effizienterer Liefernetzwerke. Produktionsverantwortliche erhalten darüber hinaus Transparenz über emissionsintensive Prozesse und können Energieverbräuche gezielt optimieren.

Gleichzeitig lassen sich Nachhaltigkeitskennzahlen mit finanziellen Kennzahlen verknüpfen, sodass Unternehmen die Auswirkungen ihrer Entscheidungen sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch bewerten können.

Weitere Informationen unter www.retailsolutions.ch 

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