Max Vermeir, VP of AI Strategy bei ABBYY ©ABBYY

ABBYY versetzt Unternehmen in die Lage, KI-fähige Dokumente zu nutzen und verbessert so die Ergebnisse fortschrittlicher Automatisierungspipelines, die auf LLMs und KI-Agenten basieren.

Kurz nach der Ankündigung des neuen, KI-nativen Dokumentenstandards „DocLang“ durch die Linux AI & Data Foundation – initiiert von ABBYY, IBM, HumanSignal, Nvidia und Red Hat – hat ABBYY heute die neue Version der ABBYY FineReader Engine veröffentlicht, die den Export in das DocLang-Format unterstützt. Die ABBYY FineReader Engine mit DocLang-Unterstützung bietet Entwicklern ein einheitliches, für KI lesbares Format zur Darstellung von Dokumenten, die von Sprachmodellen und agentenbasierten KI-Systemen verarbeitet werden sollen. Dies spart Zeit und steigert die Leistung bei der Dokumentenverarbeitung.

Warum der DocLang-Standard notwendig ist

ABBYY, IBM, HumanSignal, Nvidia und Red Hat haben die DocLang-Arbeitsgruppe gegründet, um die KI-gestützte Dokumentenanalyse zu revolutionieren. Aktuelle Dokumentenformate wie PDF, HTML, Markdown und andere wurden für die menschliche Nutzung und nicht für die Interpretation durch KI-Systeme entwickelt. Das Ergebnis ist ein Flickenteppich aus Teillösungen, die an jedem Integrationspunkt eine individuelle Parser-Entwicklung erfordern; dies belastet die Entwickler, ist anfällig für „Halluzinationen“ und erschwert die Einhaltung regulatorischer Vorgaben.

DocLang schafft eine zuverlässige Abstraktionsschicht zwischen unstrukturierten Daten und intelligenten KI-Systemen. Es vereinheitlicht die Vielfalt an digitalen Dokumentenformaten, mit denen Unternehmen arbeiten, und verleiht KI-Systemen die deterministische Struktur, die sie für einen zuverlässigen Betrieb im Unternehmensmaßstab benötigen.

FineReader Engine mit DocLang steigert die Leistung bei der Dokumentenverarbeitung

Auf der „ABBYY Ascend“ demonstrierte ABBYY kürzlich die Leistungsfähigkeit der FineReader Engine, die eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von beispiellosen 2.160.000 Seiten pro Stunde erreichte. Zudem verglich ABBYY in einem direkten Benchmark-Test die Verarbeitung eines PDF-Dokuments mit der eines DocLang-Dokuments. In diesem kontrollierten Experiment wurden für dieselbe komplexe Aufgabe und unter Verwendung desselben KI-Modells identische Rahmenbedingungen geschaffen. Die einzige Variable war das Dokumentenformat (PDF versus DocLang). Die FineReader Engine mit DocLang verbesserte die Ausgabequalität erheblich, erhöhte die strukturelle Genauigkeit, senkte den Token-Verbrauch und reduzierte die Latenzzeiten.

Der kontrollierte Benchmark umfasste drei Arten von Unternehmensdokumenten: einen Geschäftsbericht, eine klinische Studie und einen Lieferantenvertrag. Diese Dokumente – die zwar für die menschliche Interpretation konzipiert, für Maschinen jedoch komplex zu verarbeiten sind – lieferten im Testlauf überzeugende Ergebnisse.

„Die ABBYY FineReader Engine wird bereits von Tausenden von Unternehmen eingesetzt, die jährlich Milliarden von Dokumenten verarbeiten“, kommentierte Max Vermeir, VP of AI Strategy bei ABBYY. „Dank DocLang als KI-nativem Format können nun noch mehr Unternehmen Innovationen vorantreiben und schneller auf ihre Geschäftsdaten zugreifen, um fundiertere und wirkungsvollere Entscheidungen zu treffen.“

Vermeir ergänzt: „DocLang wurde gezielt entwickelt, um branchenspezifische Herausforderungen mit einem schlanken, standardisierten und KI-nativen Ansatz für die Darstellung von Dokumentenstruktur, -inhalt, -layout und -Governance zu bewältigen. Die FineReader Engine mit DocLang-Unterstützung ist auf eine effiziente maschinelle Verarbeitung sowie eine berechenbare Struktur ausgelegt, die für moderne Verfahren der KI-Tokenisierung und -Modellierung optimiert ist. Unternehmen profitieren von einer zuverlässigeren Interpretation, höherer Genauigkeit und geringerem Rechenaufwand.“

Weitere Informationen zu konkreten Vorteilen der KI-nativen Dokumentenstrukturierung verdeutlicht der interaktive Benchmark von ABBYY unter www.abbyy.com/ai/doclang

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