©WIRKsam

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz bei der Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele? Vier Forschungsprojekte zeigen unabhängig voneinander, dass KI für mehr Nachhaltigkeit sorgen kann. Vom Bereich Gesundheit und Wohlergehen, über die Bildung bis hin zu menschgerechter Arbeit und Produktionsprozessoptimierung  im gerade erschienenen dritten Band „Profit“ der Trilogie „Regenerative Zukünfte und künstliche Intelligenz” zeigen Forschende, wie sie in interdisziplinären Kooperationen mit Unternehmen die Grundlage für mehr Nachhaltigkeit legen.

Die Lausitz, das mitteldeutsche Revier und das Rheinische Revier – drei deutsche Regionen, die stark vom Strukturwandel betroffen sind, zum großen Teil durch den Kohleausstieg. Hier finden die Regionalen Kompetenzzentren der Arbeitsforschung (ReKodA) gemeinsam mit mehr als 50 Unternehmen heraus, wie neue Technologien und KI die Arbeitswelt beeinflussen, und entwickeln neue Arbeitssysteme. Nun haben sich Forschende aus den Projekten PAL in der Lausitz, KMI in Leipzig, AkzentE4.0 und WIRKsam im Rheinland sowie dem Transferprojekt WIN:A zusammengeschlossen, um ihre Arbeit durch die Nachhaltigkeitslupe zu betrachten. Um zu bewerten, inwiefern digitale Transformation und KI im Arbeitskontext für Nachhaltigkeit sorgen, zogen sie die Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, kurz SDG) der Vereinten Nationen heran. Dabei zeigte sich, dass der Einsatz von KI in Unternehmen auf insgesamt sechs der 17 Nachhaltigkeitsziele positiv einzahlt, wenn der Technikeinsatz in eine menschengerechte Arbeitsgestaltung eingebettet wird.  

Jennifer Link, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kompetenzzentrum WIRKsam, erläutert: „Obwohl die Weltgemeinschaft insgesamt noch weit davon entfernt ist, diese Ziele zu erreichen, zeigen die ReKodA als Leuchtturmprojekte in ihren Regionen, dass der menschzentrierte Einsatz von KI entscheidende Beiträge zur Nachhaltigkeit leisten kann. Dabei ist es besonders wichtig, die Mitarbeitenden in den Entwicklungsprozess miteinzubeziehen.” 

Ihr Kollege Dr. Adjan Hansen-Ampah, führt aus: „Dann kann die Nachhaltigkeit nicht nur in den zumeist beachteten ökologischen und ökonomischen Dimensionen gesteigert werden – Stichwort Effizienz. Auch die soziale Nachhaltigkeit wird durch eine Verbesserung der Arbeit gestärkt, z.B. durch ergonomische Entlastungen und lernförderliche Systeme.” 

So können KI-gestützte automatisierte Lösungen für gesündere Arbeitsbedingungen sorgen. KI-Vorschlagsysteme geben in der Prozessteuerung leichten Zugang zu Wissen. Außerdem kann der Einsatz von datenbasierten Assistenzsystemen Beschäftigte im Qualitätsmanagement physisch und mental entlasten. Ebenso können Produktionsprozesse optimiert werden, wodurch der Ausschuss reduziert wird und Ressourcen effizienter genutzt werden. Zudem verringert eine optimierte Produktionsplanung Lagerverluste. Zusätzlich zu den Forschungsergebnissen sorgt die gegenseitige Vernetzung der Kompetenzzentren für einen hohen Wissensaustausch und eine überregionale Zusammenarbeit. 

Das Buch mit den Ergebnissen der Kompetenzzentren ist zu finden unter der ISBN 365846576X. 

Weitere Informationen zu den beteiligten Kompetenzzentren und Unternehmen finden Sie unter:
https://wina-projekt.de
https://www.akzente40.de
https://kmi-leipzig.de
https://pal.webspace.tu-dresden.de
https://wirksam.nrw

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