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Die Zoho Corporation gab heute umfassende Erweiterungen für Catalyst by Zoho, seine Platform-as-a-Service (PaaS)-Lösung, bekannt. Damit können Entwickler agentische Entwicklungsfunktionen direkt in den Programmierumgebungen nutzen, mit denen sie bereits arbeiten. Zu den Neuerungen gehören neben den Agent Skills eine nicht-interaktive Command Line Interface (CLI), die Unterstützung des Model Context Protocol (MCP) auf der Catalyst-Plattform sowie Integrationen mit agentischen KI-Programmierassistenten wie Claude Code von Anthropic und Codex von OpenAI. Catalyst ist außerdem ab sofort für Studenten kostenlos und bietet ihnen Hosting für komplette Anwendungen, Funktionen, eine Datenbank und KI-Werkzeuge.
Catalyst richtet sich an Systemintegratoren, Softwareunternehmen und unabhängige Entwickler, die Anwendungen vom Prototyp bis zum produktiven Einsatz entwickeln möchten, ohne sich selbst um die Infrastruktur kümmern zu müssen. Agentische KI-Programmierassistenten können damit Anwendungen strukturiert und zuverlässig entwickeln und bereitstellen. Catalyst stellt die benötigte serverlose Infrastruktur für die gesamte Anwendung sowie die nötigen Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten bereit. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, verschiedene Cloud-Dienste und Anbieter miteinander zu verbinden. Das vereinfacht die Entwicklung und spätere Anpassungen und reduziert den laufenden technischen Aufwand.
Vom Code zur fertigen Anwendung
Die Catalyst Agent Skills stellen KI-Coding-Assistenten die für die Arbeit mit Catalyst benötigten Funktionen und Anweisungen zur Verfügung. Sie enthalten auch Regeln, die definieren, welcher Weg für eine Aufgabe genutzt wird, und tragen so dazu bei, KI-Ressourcen und Tokens effizient einzusetzen. Dabei wird festgelegt, ob der Assistent die CLI oder den MCP-Server verwendet. Diese Entscheidung trifft nicht das KI-Modell selbst.
Die nicht-interaktive CLI ermöglicht KI-Coding-Assistenten, mehrstufige Abläufe in Catalyst ohne manuelle Eingriffe auszuführen. Dadurch lässt sich Code direkt bereitstellen, was Entwicklungszyklen verkürzt und neue Anwendungen schneller verfügbar macht.
Der Catalyst MCP-Server ermöglicht den direkten Zugriff auf Catalyst-Funktionen aus VS Code, Claude Code, Cursor und anderen Entwicklungsumgebungen mit KI-Unterstützung. Entwickler können beispielsweise Datenbanktabellen erstellen oder Spalten hinzufügen, ohne die Entwicklungsumgebung zu verlassen.
Zusammen ermöglichen diese Funktionen eine gezielte Steuerung des Entwicklungsprozesses. KI-Coding-Assistenten können für jede Aufgabe die passenden Werkzeuge nutzen und so effizienter von der Codegenerierung bis zur Bereitstellung arbeiten.
Sicherheit und Kontrolle
Anwendungen auf Catalyst laufen in den eigenen Rechenzentren von Zoho und nutzen deren robuste Sicherheitsinfrastruktur. Dazu gehören DDoS-Schutz, SOC-Compliance, regelmäßige Schwachstellenanalysen und Penetrationstests sowie eine Web Application Firewall. Entwicklung und Produktion sind voneinander getrennte Umgebungen. Code wird grundsätzlich nur manuell in die Produktionsumgebung übernommen, der KI-Agent hat keinen direkten Zugriff auf sie. So bleibt die menschliche Kontrolle gewährleistet.
Berechtigungen legen fest, wer an der Entwicklung beteiligt sein darf und welche Aktionen möglich sind. Audit-Trails dokumentieren Anwendungs- und Plattformprotokolle sowie MCP-Tool-Aufrufe. So lässt sich nachvollziehen, welche Aktionen ein KI-Agent wann ausgeführt hat. Änderungen werden versioniert und können rückgängig gemacht werden.
Ausblick
„KI-Coding-Assistenten haben die Entwicklung von Anwendungen deutlich beschleunigt. Der Weg von KI-generiertem Code zu einer zuverlässigen Bereitstellung bleibt jedoch eine Herausforderung“, sagt Sridhar Iyengar, Managing Director (Europe) bei Zoho. „Catalyst verbindet KI-Coding-Assistenten mit einer serverlosen Full-Stack-Plattform und integrierter Governance. So erhalten Entwickler die Infrastruktur und Kontrolle, die sie benötigen, um Anwendungen mit weniger Aufwand zu entwickeln, bereitzustellen und zu skalieren. Mit unserem kostenlosen Angebot für Studenten möchten wir diese Möglichkeiten auch der nächsten Generation von Entwicklern zugänglich machen.“
Catalyst wird um weitere Funktionen für die agentische Softwareentwicklung ergänzt. Geplant sind unter anderem Multi-Agent-Hosting, Konnektoren für KI-Tools und Funktionen für den agentischen Softwareentwicklungszyklus.
Preise und Verfügbarkeit
Entwickler können Catalyst kostenlos testen und haben dafür ein monatliches Guthaben zur Verfügung. Wer die Plattform intensiver ausprobieren möchte, erhält zusätzlich 250 US-Dollar Guthaben für sechs Monate. Das Pay-as-you-go-Modell berechnet die Nutzung nach Einheiten. In der Catalyst-Konsole können Entwickler ihre Nutzung einsehen sowie Budgetwarnungen und Ausgabenlimits festlegen.
Für Teams steht zudem eine Abonnementoption zur Verfügung, und für Studenten ist Catalyst kostenlos. Für die Bereitstellung nichtkommerzieller Anwendungen sind weder ein Abonnement noch eine Kreditkarte erforderlich.
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