Forschende der Hochschule und Unternehmer aus der Praxis arbeiten Hand in Hand, um Lösungen zu entwickeln, die vor Ort wirken. Foto: djd/Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg/Natalie Schalk
Wie eine Hochschule mit regionalen Organisationen zusammenarbeitet
(djd). Ob Energiewende, Digitalisierung oder Klimaanpassung – die Herausforderungen der heutigen Zeit sind groß. Doch wenn Forschung und Praxis Hand in Hand arbeiten, entstehen Lösungen, die vor Ort wirken. Hochschulen für angewandte Wissenschaften haben die Aufgabe, ihr Wissen aus der Forschung mit der Welt außerhalb des Campus zu teilen. Die Hochschule Coburg beispielsweise arbeitet auf Augenhöhe mit Betrieben, Kommunen und Organisationen in Oberfranken zusammen und ist so eng mit der Praxis verbunden.

Foto: djd/Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg/Helen Walz
Miteinander Ergebnisse erzielen
An der HS Coburg sorgt das Referat „Transfer und Entrepreneurship“ dafür, dass der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis gelingt. Die Beschäftigten beraten Unternehmen, vermitteln Ansprechpersonen und unterstützen bei gemeinsamen Projekten. Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule bekommen Unterstützung, um ihre Forschungsergebnisse in die Praxis zu überführen. So entstehen Netzwerke, die langfristig Kooperationen und damit Wissens- und Technologietransfer ermöglichen. Unter www.hs-coburg.de/hochschule/organisation/servicestellen/referat-transfer-entrepreneurship/ findet man den Kontakt zum Referat.
Konkrete Projekte
Der Klimawandel stellt Städte und Dörfer vor neue Herausforderungen – die Forschung hilft, Lösungen zu finden. Im Projekt „BauWaOpKliNu“ etwa geht es um eine kluge und klimaresistente Nutzung von Flächen. Gemeinsam mit Gemeinden, Umweltplanerinnen und -planern und einem regionalen Bündnis erforscht ein Team der Hochschule, wie man den Wasserhaushalt in ländlichen Gebieten besser regulieren kann.
„Kleiner Wohnen Redwitz“ ist ein weiteres innovatives Projekt für klimafreundliches Bauen auf energie- und ressourcenschonende Weise. Bei dem Projekt, das Prof. Dr. Rainer Hirth wissenschaftlich begleitet, wird ein naturnahes, gemeinschaftliches Leben auf kleinen Grundrissen ermöglicht: kostengünstiges und optimiertes Wohnen mit Gemeinschaftseinrichtungen.

Foto: djd/Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg/Dieter Ertel
Regional zusammenarbeiten
Einen anderen Schwerpunkt setzt das Projekt „Klimapakt 2030plus“. Hier entwickelt die Hochschule zusammen mit der Metropolregion Nürnberg neue Strategien für die Energiewende. Bürgerinnen und Bürger werden dabei aktiv eingebunden, damit die geplanten Veränderungen auf breite Zustimmung stoßen. Auch die Industrie profitiert von dem Wissen der Hochschule Coburg. Im Projekt „KaliBot“ arbeitet ein Team gemeinsam mit dem Automobilzulieferer Brose an einem System, das Roboter noch präziser macht. Und wer sich für Batterien der Zukunft interessiert, findet in Coburg ebenfalls spannende Entwicklungen: Mit dem Unternehmen Moll entwickelt die Hochschule Verfahren zur Herstellung von Natrium-Ionen-Batterien.
Weitere Informationen: https://www.hs-coburg.de/
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